Wenn sich Katzen erbrechen – Wann sollte man den Tierarzt aufsuchen?

Katze Erbrechen
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Hast du auch schon einmal mit angesehen, wie deine Katze sich übergeben hat?

Das Röcheln, das Katzen beim Kotzen machen, hört sich einfach furchtbar an. Viele Katzenhalter machen sich sorgen, wenn sich ihre Mieze von Zeit zu Zeit erbricht, vor allem weil sie dabei so mitleiderregend ausschauen.

Dabei ist gelegentliches Erbrechen bei Katzen ganz normal und für die Tiere selbst nicht wirklich schlimm.

Wenn es aber sehr häufig dazu kommt, kann auch eine Erkrankung für das Speien verantwortlich sein.

Erbrechen bei der Katze hat meist harmlose Gründe

Gelegentliches Spucken ist bei Katzen normal und erfüllt verschiedene Zwecke, die für die Gesundheit der Samtpfoten wichtig sind.

Das Erbrechen ist bei Katzen übrigens ein Reflex, den sie nicht selber steuern können. Sein also nicht sauer, wenn sie ausgerechnet auf deine wichtigen Unterlagen oder ins Bett kotzt – sie kann den Zeitpunkt nicht herauszögern!

Meist gilt das Erbrechen dem Zweck, Fremdkörper loszuwerden. Das ist ähnlich wie das Niesen beim Menschen. In diesen Fällen ist das Erbrechen also sehr nützlich für deine Katze:

Erbrechen von giftigen Stoffen

Wenn deine Katze einmal etwas gefressen hat, was für sie giftig ist, wird ihr Körper dafür sorgen, das es selbigen schnell wieder verlässt.

Hat deine Mieze also zum Beispiel an einer für Katzen giftigen Zimmerpflanze geknabbert, wird sie es meist schnell wieder hochwürgen.

Andere Beispiele für giftige Stoffe, die deine Katze (hoffentlich) erbrechen kann:

  • Haushaltschemikalien (Reiniger etc.)
  • Verdorbene Nahrung
  • Für Katzen unverträgliche Nahrung

Wenn du den Verdacht hat, dass sich deine Katze eine Vergiftung zugezogen hat, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Anzeichen für eine Vergiftung sind Schlappheit und Müdigkeit.

Generell solltest du natürlich vermeiden, dass sich deine Katze überhaupt vergiften kann:

  • Schließ giftige Substanzen weg
  • Pass auf, dass sie nicht an Menschenessen kommt
  • Kontrolliere, ob deine Zimmerpflanzen für Katzen giftig sind

Hochwürgen von Fellballen

Katze Erbrechen - Fellbällen

Beim Putzen verschluckt deine Katze viele Haare, die sie dann gelegentlich erbricht

Katzen sind sehr reinliche Tiere, sie putzen ihr Fell andauernd mit der Zunge.

Auf der Zunge deiner Katze befinden sich unzählige winzige Widerhaken, an denen beim Putzen viele lose Haare hängen bleiben.

Diese verschluckt deine Katze dann. Die Haare sammeln sich im Magen und verheddern sich dort miteinander. So entstehen Haarballen, die von Katzen regelmäßig erbrochen werden.

Das ist wichtig für die Gesundheit deiner Katze, da es sonst zu einem gefährlichen Magenverschluss kommen kann, der sogar lebensbedrohlich sein kann.

Du solltest deine Katze sogar dabei unterstützen, dass sie diese Haarballen regelmäßig loswerden kann!

Am besten stellst du ihr immer Katzengras bereit, denn das ist ein Mittel, mit dem Katzen den Würgereflex auslösen können.

Besonders viele Haarballen bilden sich übrigens bei reinen Wohnungskatzen. Im Gegensatz zu Freigängern können Stubentiger nämlich nicht viele lose Haare an Bäumen und anderen Pflanzen im Vorbeigehen abstreifen.

Generell solltest du deine Katze so oft wie möglich Kämmen, denn dabei werden lose Haare aus dem Fell gezogen, die sie sonst verschlucken würde!

Tipp: Weniger Zeitaufwand dank dem FURminator

FURminator gegen Katzenhaare

Wunderwaffe gegen lose Katzenhaare: Der FURminator

Katzen sollte man 2-3 mal pro Woche kämmen oder bürsten, während des Fellwechels (Frühling und Herbst) am besten sogar täglich.

Wenn dir dazu die Zeit fehlt, solltest du dir den FURminator zulegen.

Dieser Spezialkamm für Katzen zieht mit wenigen Kammstrichen einen riesigen Haufen loser Haare aus dem Fell deiner Katze. Du wirst dich wundern, wie viele Haare du nach nur 5 Minuten zusammen hast!

Mit dem FURminator reicht es, deine Katze 1 mal pro Woche zu kämmen, während des Fellwechsels sollten es 2-3 mal pro Woche sein.

Den FURminator gibt es in verschiedenen Ausführungen, dabei kommt es auf das Gewicht und die Haarlänge deiner Katze an:

Hier bekommst du den Furminator

Erbrechen von Resten eines Beutetiers

Wenn deine Katze Freigang hat, wird sie sich wahrscheinlich auch ab und zu eine Maus oder einen Vogel fangen.

Da Katzen ihre Beutetiere nahezu komplett verspeisen, werden unverdauliche Bestandteile wie Fell, Federn und Knochen später erbrochen.

Das ist zwar ziemlich unappetitlich, aber halt auch notwendig.

Auch wenn deine Katze beim Fressen schlingt kann das zum Erbrechen führen

Manche Katzen geben ordentlich Gas beim Fressen. Diese „Staubsaugerkatzen“ inhalieren ihr Fresschen geradezu.

Das ist besonders oft der Fall, wenn mehrere Katzen im Haushalt leben. Es kommt dann zu Futterneid: Wer als erstes fertig ist, könnte ja bei der anderen Katze noch etwas klauen…

Frisst deine Samtpfote zu schnell und zu große Portionen auf einmal, ist es recht wahrscheinlich, dass sie das Futter wieder erbricht, weil ihr Magen damit nicht klar kommt.

Erbrechen durch zu schnelles Fressen oder durch zu viel Futter auf einmal kannst du daran erkennen, dass sich deine Katze innerhalb von einer Stunde nach dem Essen erbricht.

Dabei würgt sie vor allem unverdautes Futter hoch. Manche Katzen fressen dieses dann auch noch ein zweites mal.

Lösungen gegen zu hastiges Fressen bei Katzen

Wenn du mehrere Katzen hast, solltest du die Futterstellen in verschiedene Räume verlegen. Das mindert den Futterneid, so können deine Miezen stressfreier fressen.

Generell solltest du deiner Katze nur kleine Portionen füttern, so besteht nicht die Gefahr, dass sie sich überfrisst.

Außerdem kann es deine Katze beim futtern ausbremsen, wenn du ihren Fressnapf erhöht aufstellst. Knapp unter Kopfhöhe ist perfekt.

Was auch hilft: Bersorg dir einen Anti-Schling-Napf für Katzen. Durch die spezielle Form eines solchen Napfs muss sich deine Katze ihr Futter mühsam erarbeiten und wird so am schlingen gehindert.

Anti-Schling-Napf für Katzen

Bremst deine Katze beim Fressen: Anti-Schling-Napf

Erbrechen als Krankheitssymptom bei Katzen

Ernst wird es, wenn das Erbrechen das Symptom einer Erkrankung deiner Katze ist. Meist treten dann noch weitere Symptome auf.

Die Erkrankungen, bei denen Erbrechen auftraten kann, können sowohl harmlos als auch sehr gefährlich für deine Katze sein. Wenn du dir unsicher bist, solltest du also lieber einmal zu oft zum Tierarzt gehen!

Nimm unbedingt eine Probe des Erbrochenen deiner Katze mit zum Tierarzt, das erleichtert die Diagnose.

Folgende Katzenkrankheiten können für Erbrechen verantwortlich sein:

Magen-Darm-Infekt

Bei einem solchen Infekt kommt zum Erbrechen meist auch noch Durchfall hinzu. So ein Magen-Darm-Infekt kann sich über 2-3 Tage hinziehen.

Damit sich die Magenschleimhaut deiner Katze beruhigen kann, sollte sie von dir für einen Tag kein Futter bekommen. Danach sollte nur Schonkost auf dem Speiseplan stehen, zum Beispiel gekochter Fisch in kleinen (!) Portionen.

Bei Kitten, alten Katzen und übergewichtigen Katzen ist es nicht möglich, sie 24 Stunden nichts fressen zu lassen. Hier solltest du dann gleich mit Schonkost anfangen.

Sorg dafür, dass deine Katze genügend Wasser trinkt, denn durch den Durchfall und das Übergeben verliert sie viel Flüssigkeit.

Katze Erbrechen Tierarzt

Nimm eine Probe des Erbrochenen mit zum Tierarzt um eine Diagnose zu erleichtern

Wurmbefall

Es ist gut zu erkennen, wenn deine Katze wegen Würmern kotzen Muss: Das Erbrochene ist dann meist weiß und schaumig. Ein weiteres sicheres Zeichen auf das du dann achten solltest: Teile der Würmer im Kot der Katze.

Ein Besuch beim Tierarzt und eine Wurmkur lösen das Problem

Magenverschluss

Wenn das Erbrochene nach Fäkalien riecht und sich dunkel färbt, liegt mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Magenverschluss vor. Dieser kann durch verschluckte Haarballen oder Fremdkörper herbeigeführt werden.

Du musst jetzt ganz schnell zum Tierarzt. Der Magenverschluss muss operiert werden, ansonsten kann es lebensgefährlich für deine Katze werden!

Weitere Krankheiten

  • Magenkrebs
  • Futtermittelintoleranz
  • Seelische Probleme
  • Diabetes
  • Schilddrüsen-Überfunktion
  • Nierenerkrankungen

Zusätzliche Symptome, bei denen du mit deiner Katze zum Tierarzt gehen solltest

Geh mit deiner Mietze unbedingt zum Tierarzt, wenn neben dem Erbrechen eines oder mehrere der folgenden Symptome auftritt:

  • Fieber – Über 39,2 Grad Körpertemperatur, glasige Augen sind ein Anzeichen
  • Gewichtsverlust – Oft Anzeichen für Wurmbefall
  • Flüssigkeitsmangel – Hat deine Katze eingesunkene Augen? Mach den Hautfaltentest: Mit 2 Fingern eine Hautfalte an der Seite der Katze für 30 Sekunden zusammendrücken. Bleibt sie stehen, ist deine Katze dehydriert
  • Appetitlosigkeit, kein Durst – Kann ein Anzeichen für viele verschiedene Krankheiten sein
  • Deine Katze ist einfach schlapp – Beobachte deine Katze genau. Ist sie teilnahmsloser und müder als sonst?

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