Wenn der Hund die Katze jagt – 3 Maßnahmen um deinem Hund die Jagd auf Katzen abzugewöhnen

Hund jagt Katze
Teile diesen Artikel mit deinen Freunden:

Hund und Katze – das passt oft nicht. Treffen beide aufeinander, können sich im schlimmsten Fall richtige Jagdszenen abspielen. Und wenn dein Hund eine Katze jagt, kann es gefährlich für die Gesundheit beider Tiere werden!

Wenn du mit Hund UND Katze zusammenlebt, oder auch wenn dein Hund gerne die Nachbarskatze jagt, kannst du verschiedene Maßnahmen ergreifen um seinen Jagdinstinkt in den Griff zu bekommen.

Warum jagen viele Hunde gerne Katzen?

Hunde haben von Natur aus einen Jagdinstinkt. Bei manchen ist dieser mehr ausgebildet, bei anderen weniger.

Wenn ein Hund nun eine Katze als Beute ansieht, wird er hinter ihr her jagen. Die Katze wiederum wird ebenso instinktgesteuert die Flucht ergreifen und so den Jagdtrieb des Hundes noch weiter reizen.

Hunde die mit Katzen aufgewachsen sind jagen nur in den wenigsten Fällen hinterher, für sie sind Katzen ein Teil ihres „Rudels“.

Was kann passieren wenn dein Hund eine Katze jagt?

Größere Hunde können für Katzen sehr gefährlich werden. Mit einem sogenannten Fangbiss in den Nacken kann das Leben einer Katze schnell vorüber sein, zumindest wird sie schwere Verletzungen davon tragen.

Aber auch Katzen können in solchen  Situationen für den Hund gefährlich werden – denn manche Katzen laufen nicht weg sondern greifen an! Und Katzen attackieren dabei meist die Augen des Gegners. Das kann zur Erblindung des Hundes führen, bei Augenverletzungen besteht darüber hinaus auch die Gefahr des schnellen Verblutens.

Da du sicher nicht willst, das dein Hund und auch die (deine) Katze  verletzt wird, solltest du deinem Hund die Katzenjagd dringend abgewöhnen!

3 Maßnahmen um deinem Hund die Jagd auf Katzen abzugewöhnen

Mit den folgenden 3 Maßnahmen kannst du Frieden zwischen Hund und Katze stiften. 2 der Maßnahmen betreffen deinen Hund, und wirken sowohl wenn dein Hund deine eigene Katze als auch fremde Katzen jagt. Die dritte Maßnahme setzt eher bei der Katze an und sorgt in Hund/Katze Haushalten für Frieden.

1. Mach deinem Hund klar, dass die Katze in der Rangfolge über ihm steht

Hund jagt die Katze

So schön kann es sein zwischen Hund und Katze – Vor allem die Rangfolge im Rudel muss klar sein

Wenn du sowohl Hund als auch Katze hast, dann musst du deinem Hund klarmachen, dass die Katze sein Chef ist.

Der Hund muss die Katze als Mitglied des Rudels verstehen, denn nur dann sieht er sie nicht als Beute an:

Die Rangfolge im Rudel

  • Der Mensch ist der Chef – das wird von den meisten Hunden akzeptiert
  • Als nächstes sollte die Katze folgen
  • Dann der Hund

Da dein Hund die als Boss sieht, musst du ihm vermitteln, dass für dich die Katze zum Rudel gehört, und zwar in der Rangfolge über dem Hund. Und das geht so:

  • Verbringe viel Zeit mit deiner Katze. Lass deinen Hund oft sehen, wie du mit deiner Katze schmust und ihr Zuneigung zeigst.
  • Füttere deine Katze immer vor dem Hund. Dein Hund muss solange warten, bis die Katze mindestens die Hälfte gefressen hat.
  • Auch wenn es Leckerlis gibt, sollte die Katze zuerst drankommen. Dein Hund kommt erst danach dran, wobei er sich (im Gegensatz zur Katze) seine Leckerlis erst einmal vedienen muss (Sitz oder Platz machen, Laut geben etc.).
  • Wenn du von der Arbeit nach Hause kommst, begrüße unbedingt zuerst einmal deine Katze – und zwar ausgiebig. Erst danach kannst du deinem Hund hallo sagen.

Keine Angst, dein Hund wird nicht mit dir beleidigt sein, wenn du die Katze so bevorzugst. Mit der Zeit wird es ihm vermitteln

  • das die Katze zum Rudel gehört
  • das die Katze für dich als Chef sogar über ihm steht

Er wird seinen Platz akzeptieren und keine Jagd mehr auf die Katze machen.

2. Dein Hund jagt fremde Katzen? So trainierst du es ihm ab

Wenn dein Hund beim Spaziergang Jagd auf die Nachbarskatzen macht, solltest du folgendes Training streng durchziehen – dabei kommt es vor allem auf DEIN Verhalten an:

  • Geh nur mit Leine spazieren
  • Sieht dein Hund eine Katze und will ihr hinterherjagen, sag laut „Nein!“ oder „Stopp!“. Du musst dich für ein Kommando entscheiden, vielleicht hast du schon ein Stoppkommando das dein Hund bereits kennt
  • Lass ihn sitz machen
  • Ignoriere deinen Hund – Kein Schimpfen, kein böse angucken!
  • Ein Fehler wäre es, deinen Hund zu streicheln, damit er sich beruhigt. Er würde das in dieser Situation nur als Zustimmung von dir sehen
  • Geh erst weiter, wenn er das Interesse an der Katze verloren hat

Mit der Zeit wird dein Hund verstehen, dass du die Jagd auf Katzen nicht wünschst, er verliert dann das Interesse daran. Wichtig ist, dass du das oben beschriebene Verhalten in jeder Situation strikt durchziehst!

3. Deeskalieren: Schaffe deiner Katzen Rückzugsmöglichkeiten

Rückzugsort Katze

Biete deiner Katze mehrere höher gelegene Rückzugsmöglichkeiten, damit es nicht zum Streit mit deinem Hund kommt

Wenn du sowohl Hund als auch Katze hast, solltest du, bis die unter Punk 1 beschriebenen Maßnahmen greifen,  deeskalierend eingreifen.

Das bedeutet vor allem: Schaffe deiner Katze Rückzugsmöglichkeiten, die dein Hund nicht erreichen kann. Eine Katze zieht die Flucht dem Gegenangriff vor, allerdings müssen dafür auch die richtigen Voraussetzungen vorhanden sein.

Als Rückzugsorte für Katzen sind vor allem höher gelegene Plätze geeignet:

  • Hohe Kratzbäume
  • Regale
  • Schränke
  • Catwalk (Kletter-Regale speziell für Katzen)
Hundeschutzgitter Katzenklappe

Sorgt für Frieden: Hundeschutzgitter mit Katzenklappe – zum Klemmen in den Türrahmen (ohne Bohren!)

Wichtig ist es auch, dass deine Katze in Ruhe aufs Klo gehen kann. Du solltest die Katzenklos also am besten in einem Raum aufstellen, in den der Hund nicht rein darf.

Wird deine Katze nämlich öfters mal von deinem Hund beim Geschäft machen gestört wird, könnte sie unsauber werden und dir überall in die Wohnung pinkeln!

Ich würde dir empfehlen, dafür das Badezimmer oder den Keller zu nutzen. Du kannst den Raum dann einfach mit einem Hundeschutzgitter mit intergrierter Katzenklappe abtrennen. So kann deine Katze rein, dein Hund aber nicht (es sei denn er ist so klein wie die Katze.

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden:

One Response

  1. Timmothy 13. Juni 2016

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*