Häufiges Bellen beim Hund – so kannst du es ihm abgewöhnen

Hund häufiges Bellen abgewöhnen
Teile diesen Artikel mit deinen Freunden:

Häufiges Bellen beim Hund kann auf die Dauer echt nervig sein. Aber aus welchen Gründen bellen manche Hunde mehr als andere? Und wie kann man das Bellen abtrainieren?

Mögliche Gründe wenn dein Hund oft bellt

Damit dir die nachfolgenden Tipps überhaupt helfen können, solltest du zuerst einmal analysieren, aus welchem Grund dein Hund bellen könnte. Denn nur dann kannst du gezielt Maßnahmen einleiten um ihm das Bellen abzutrainieren.

  • Manche Hunderassen bellen mehr als andere – Bei Hunderassen wie zum Beispiel dem Mops oder dem Schäferhund ist es einfach rassetypisch, das sie bellfreudiger sind.
  • Bellen aus Langeweile – Oft werden Hunde einfach zu wenig gefordert und bellen dann um sich irgendwie zu beschäftigen.
  • Aufmerksamkeitsmangel – Wenn sich dein Hund von dir nicht genügend beachtet fühlt, könnte es auch sein, dass er durch das Bellen deine Aufmerksamkeit gewinnen will.
  • Angst – Bellen ist oft ein Zeichen für Angst. Dein Hund will dann gefährlich wirken, um sich selbst stärker zu fühlen. Besonders häufig tritt dieses Verhalten beim Spaziergang auf, wenn man auf fremde Hunde trifft. Besonders ängstliche Hunde können aber in verschiedenen ungewohnten Situationen mit Gekläffe reagieren.
  • Starker Schutzinstinkt – Dein Hund will dich und deine Familie beschützen, das Bellen soll potenzielle Feinde abschrecken. Dass diese „Feinde“ größtenteils harmlose Leute sind, die an der Haustür klingeln, weiß dein Hund natürlich nicht…

So trainierst du deinem Hund zu häufiges Bellen ab

Der beste Tipp von allen gleich zu Beginn:

Mehr Bewegung für deinen Hund

Wenn ein Hund richtig ausgepowert ist, bellt er weniger, als wenn er überschüssige Energie hat.

Wenn du deinen Hund regelmäßig körperlich und geistig forderst, ist er ausgeglichener. Und ausgeglichene Hunde Bellen weniger!

Egal, welcher der oben aufgezählten Auslöser für häufiges Gebell auf deinen Hund zutrifft – mehr Bewegung wird die Situation signifikant verbessern. Lange Spaziergänge, Toben und Raufen, Stöckchen werfen oder Intelligenzspielzeug für Hunde – Biete deinem Hund vielfältige Möglichkeiten an, sich auszutoben.

Und sind die Akkus erst einmal leer, wird auch Langeweile als Grund für Gekläffe eliminiert: Dein Hund wird froh sein, sich bei einem Nickerchen ausruhen zu können – weniger Zeit um zu bellen.

Und auch gegen Unsicherheit und Ängstlichkeit helfen manche Arten von Hundebeschäftigung: Wähle beim Gassigehen immer neue Routen, das macht deinen Hund gelassener in fremder Umgebung. Auch Hundesport wie Agility kann das Selbstvertrauen eines Hundes stärken, vor allem im Umgang mit anderen Hunden.

Gelassenheit vorleben

Dein Hund achtet sehr darauf, wie du dich verhältst. Das gilt vor allem auch in für ihn stressigen Situationen, in denen er oft mit Bellen reagiert.

Wenn du dich in solchen Situationen sichtlich gelassen gibst, wirkt das beruhigend auf deinen Vierbeiner. Er denkt sich „Herrchen (oder Frauchen) ist ganz entspannt, es scheint also alles OK zu sein – es droht keine Gefahr“.

Generell ist dein Verhalten sehr wichtig, wenn du deinem Hund das Kläffen abgewöhnen willst. Sei souverän und signalisiere deinem Hund so, das alles in bester Ordnung ist. Neben der lockeren und gelassenen Ausstrahlung solltest du nicht schimpfen, wenn dein Hund trotzdem bellt. Du musst es sogar ignorieren!

 

 

Das Bellen ignorieren und nicht schimpfen

Dein Hund ist nicht dumm, er wird schon lange gemerkt haben, dass er durch Bellen deine Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. Dabei ist ihm egal, ob du mit ihm schimpfst. Hauptsache du beachtest ihn.

Das ist auch der Grund, warum du dir das Schimpfen dringend verkneifen solltest, wenn dein Hund bellt. Strafe ihn dafür mit Ignoranz. Ist er dann wieder still und brav, schenk ihm deine Aufmerksamkeit. So lernt er schnell, dass das Kläffen keinerlei positiven Effekt für ihn hat – sondern ganz im Gegenteil!

Auch wenn dein Hund bellt, wenn jemand an der Tür klingelt, solltest du ihn dringend ignorieren und nicht schimpfen. Wenn du ihn in dieser Situation anmeckerst, wird er sich in seiner aggressiven Stimmung nur bestärkt sehen. Am besten bringst du deinem Hund ein Kommando bei, bei dem er zu Bellen aufhören soll. Dieses Kommando kannst du in einer solchen Situation verwenden anstatt zu schimpfen. Schick deinen Hund einfach auf seinen Platz, gib das Kommando zum still sein und öffne die Tür erst dann, wenn er umgesetzt hat, was du von ihm wolltest.

Bring deinem Hund ein Kommando bei, durch das er mit dem Bellen aufhört

und Kommando nicht bellen

Dein Hund soll auf Kommando mit dem Bellen aufhören? Dazu braucht es das richtige Training!

Als ein solches Kommando eignen sich die kurzen und verständlichen Worte „Nein“, „Ruhe“ und „Klappe“ am besten. „Aus“ ginge auch, wird bei vielen Hunden aber für das Ablegen von Gegenständen aus dem Maul verwendet.

Das trainieren dieses Kommandos zum still sein läuft in zwei Phasen ab:

1. Bring deinem Hund bei, auf Kommando zu bellen

  • Geh mit deinem Hund an einen ruhigen Ort, wo ihr von nicht abgelenkt werdet. Halte seine Lieblingsleckeris bereit.
  • Gib deinem Hund das Kommando zum Bellen – zum Beispiel „Sprich“ oder „gib Laut“.
  • Wenn dein Hund auf das Kommando mit Bellen reagiert, belohne ihn mit einem Leckerli.
  • Reagiert dein Hund nicht, versuch selbst einmal zu bellen – so finden die allermeisten Hunde schnell raus, was du mit dem neuen Kommando von ihnen willst.
  • Übe solange, bis das Kommando zum Laut geben richtig sitzt. Belohne bei jedem Erfolg mit einem Leckerli und einer Streicheleinheit.

2. Bring deinem Hund das Kommando zum still sein bei

  • Gib das Kommando zum bellen.
  • Wenn dein Hund jetzt mehrmals bellt, gib das neue Kommando, also zum Beispiel „Nein“.
  • Hört dein Hund jetzt auf zu bellen, belohne ihn.
  • Übe das neue Kommando an unterschiedlichen Orten mit ihm.
  • Teste das Kommando in Situationen, in denen er von alleine bellt, also zum Beispiel wenn jemand an der Tür ist.

Trainiere mit deinem Hund beide Kommandos in regelmäßigen Abständen, die mit der Zeit auch gerne etwas größer werden können. Anfangs also zum Beispiel wöchentlich, nach einem halben Jahr reicht eine Wiederholung pro Monat.

Du wirst viel Geduld brauchen, bis dein Hund auf Kommando mit dem Bellen aufhört. Aber das regelmäßige Training wird sich auszahlen, garantiert!

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden:

2 Kommentare

  1. Dan 27. März 2016
  2. hundefan 2. August 2016

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*